Das passiert, wenn Hauseigentümer nicht ausziehen wollen!

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Wir wohnen in Wohnungen und Häusern, verbringen ein Leben lang damit unser Zuhause so schön und gemütlich wie nur möglich einzurichten. Deswegen ist unser Haus für viele von uns nicht nur ein Ort, wo wir wohnen, sondern ein Lebenswerk und alles, was wir haben. Doch was passiert, wenn plötzlich jemand kommt, der möchte, dass wir unser geliebtes Zuhause verlassen?

Hier eine Geschichte über hartnäckige und dickköpfige Hausbewohner, die alles tun, um in ihrem Haus zu bleiben. Ausziehen? Keine Chance!

Diese Eigentümer bleiben felsenfest dazu entschlossen, in ihren vier Wänden zu bleiben. Komme, was wolle. Hier erfahren Sie was passiert, wenn sture Hausbesitzer nicht von der Stelle weichen wollen.

1. Wir bleiben da

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Die Pläne stehen, die Vorbereitungen laufen und innerhalb nur weniger Wochen soll ein Riesenwohngebiet entstehen. Doch dann kommt es. Einer der Eigentümer will mit seinem Haus nicht weichen und steht dem ganzen Vorhaben im Weg. Natürlich ist das Recht auf seiner Seite. Doch was machen die Investoren in solchen Situationen?

Ganz einfach – um ihn herum bauen! Zwar sieht man das nicht alle Tage, es gibt aber weltweit mehrere Gebäude, die um ein einziges Haus herum gebaut werden mussten. Den Eigentümern des Hauses hat man ihren Willen gelassen. Zwar sieht so ein Gebäude lustig aus, der Wille solcher Hausbesitzer ist jedoch bemerkenswert.

2. Ein Haus mitten auf der Straße

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Eine neue Straße soll errichtet werden. In Ländern mit vielen Einwohnern ist das überlebenswichtig. Oftmals müssen alte Straßen auch wegen der Zahl an Bewohnern und somit auch der Anzahl an fahrenden Autos ausgeweitet oder komplett um verlegt werden. Doch manchmal ist das einfacher gesagt als getan.

Was wenn mitten auf dem geplanten Gebiet ein kleines Häuschen steht, dessen Eigentümer sich weigern auszuziehen. Manche Menschen wollen keine neue Wohnung in anderen Gegenden und man ihr Glück auch nicht kaufen. Solche Situationen enden dann so, dass die Straße bis zum Haus gebaut wird, einen Riss kriegt und hinter dem Haus wieder weitergeht. Einfach unglaublich, oder?

3. Das Haus auf der Schnellstraße

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Viele große Städte dieser Welt sind erst in den letzten Jahrzehnten gewachsen. Vor allem Regionen in Japan kennen solche Städte. Immer mehr Menschen und immer mehr Fahrzeuge fordern neue Lösungen, um Stau zu umgehen. Hier werden dann quasi über der Stadt Schnellstraßen und Kreuzungen gebaut, die den Verkehr regulieren sollen.

Wenn ein solch gigantischer Plan erstmal erstellt ist, kann man nichts mehr ändern. Oder? Im Gegenteil! Es gibt nämlich Hausbesitzer, die um jeden Preis in ihren Häusern bleiben und sich auch nicht verjagen lassen, nicht von Straßen und nicht von Kreuzungen. Dann hat man am Ende eine Straße, die rundum ein einziges Haus verläuft. Verrücktes Bild, aber wahr!

4. Kein Umzug und keine Einigung

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Eine 68-jährige Frau hat es der Welt vorgemacht! Man wollte ihr geliebtes Haus, in dem diese alte Frau ihr ganzes Lebens verbracht hat, abreißen. Das Haus stand auf einem Gebiet, das komplett von einer Autobahn bedeckt werden sollte. Diese Rechnung hat man aber ohne diese Hausbesitzerin gemacht.

Sie weigerte sich ihr Haus zu räumen, wollte für keinen Preis der Welt ausziehen und blieb bis zur letzten Sekunde bei ihrer Entscheidung. Schließlich musste der Bau der geplanten neuen Autobahn losgehen. Man entschied sich kurzerhand um das Haus der Frau herumzubauen. Das Resultat sieht nicht nur komisch, sondern auch unwirklich aus. Die Frau lebt immer noch in ihrem Haus.

5. Nicht mal für 1 Million

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Die Hauseigentümerin Edith Macefield kommt zwar weder aus China, noch aus Japan, gehört aber trotzdem zu den dickköpfigsten Hausbesitzern der Welt. In der amerikanischen Stadt, in der ihr Haus heute immer noch steht, sollte ein Geschäftsgebäude mit unzähligen Büros gebaut werden. Nicht aber mit Edith Macefield. Die Frau weigerte sich ihr Haus abreißen zu lassen.

Noch kurioser an dieser Geschichte ist, dass man Frau Macefield eine Summe von 1 Million US-Dollar für ihr Haus angeboten hat, welches natürlich deutlich weniger wert ist. Sie weigerte sich trotzdem und wollte unbedingt in ihrem Haus wohnen bleiben. Das Gebäude wurde trotzdem gebaut. Das Haus von Edith Macefield steht nun mitten drin.

6. Australien ist keine Ausnahme?

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Australien ist ja als Kontinent faszinierender Natur bekannt. Die Menschen dort könnte man nach dieser Geschichte mindestens genau so faszinierend beschreiben. Ein Hauseigentümer aus Melbourne wollte nämlich dem Vorhaben auf seinem Grundstück ein riesiges Hotel zu bauen einen Strich durch die Rechnung machen.

Entgegen allen Angeboten weigerte sich der Mann sein Haus abreißen zu lassen. Was folgte, ist klar. Das riesige Gebäude wurde um sein Haus herum gebaut. Wenn man sich das Ganze ansieht, sieht es fast so aus, als würde das neue Gebäude sein winzig wirkendes Haus verschlingen. Ihn scheint das nicht zu stören. Genauso wenig stören ihn die vielen Menschen.

7. Ein weiterer dickköpfiger Hausbesitzer aus Toronto

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Was man sich kaum vorstellen kann, bereits in den 70-er Jahren gab es Hausbesitzer, die für kein Geld der Welt ihr Haus verkaufen würden. Ein solcher Besitzer besaß in Toronto (Kanada) ein Haus, das bereits seit mehreren Generationen seiner Familie gehörte. Doch nicht nur deswegen wollte der Mann hier wohnen bleiben.

Er fühlte sich in seinem Haus einfach wohl und wollte es für kein Geld der Welt verkaufen. Auch nicht, als ihm eine komplett neu gebaute Wohnung angeboten wurde, weil auf seinem Grundstück gleich zwei nebeneinander liegende Gebäude gebaut werden sollten. Dieser Hausbesitzer wollte sich nicht beirren lassen und blieb in seinem Haus bis an sein Lebensende. Respekt!

8. Eines der bekanntesten Häuser in New York

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Wie man sieht, gibt es verrückte Hauseigentümer auf der ganzen Welt. In unserer Liste kommt ein Hausbesitzer aus New York als nächster. Zu Zeiten des Industriewachstums mussten viele neue Gebäude errichtet werden, um Lagerhallen und Produktionshallen dort unterzubringen. Das war diesem Hauseigentümer recht egal.

Er interessierte sich weder für die wachsende Produktion, noch für die Pläne auf seinem Grundstück ein riesiges Gebäude bauen zu wollen. Er beharrte darauf, dass sein Haus stehen bleibt und es gab auch keinen Preis, den er hat annehmen wollen, um sein Haus zu räumen. Sämtliche Nachbarn gingen, aber er blieb. Das Gebäude wurde auch hier um sein Haus herum gebaut.

9. Eine Uni auf meinem Grundstück? Nicht mit mir

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Im Jahr 2000 hatte eine Gruppe Engineure die Zusage bekommen, einen komplett neuen Plan zu erstellen, um den Kampus der Portland Uni (USA) zu erweitern. Das Universitätsgebäude sollte vergrößert werden. Inmitten des geplanten Gebäudes stand das Haus von Randal Acker. Dieser Hauseigentümer war von der Idee, eine Uni auf seinem Grundstück zu bauen, wenig begeistert und weigerte sich einer Hausräumung zuzustimmen.

Sein Haus wollte er genau da haben, wo es stand und blieb in seiner Meinung nicht umzustimmen. Das Ergebnis kann man sich denken. Das neue erweiterte Uni-Gebäude wurde um sein Haus herum gebaut. Sieht man sich das Ganze von vorne an, ist es lustig, aber trotzdem respektabel.

10. Keine Politik in meinem Haus

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Als in Washington das Außenministerium des Landes Mexico gebaut werden sollte, standen die Baupläne bereits fest. Inmitten des Vorhabens stand das Haus eines besonders hartnäckigen Besitzers, der sich weder für Politik, noch für den Bau eines Gebäudes auf seinem Land interessierte. Er wollte nicht ausziehen und genauso wenig wollte er sich seitens der Regierung ein neues Haus kaufen lassen. Wozu auch, dachte sich der Mann. Er hatte ja bereits ein Haus, in dem er zudem sein ganzes Leben gewohnt hatte.

Abreißen lassen wollte er dieses Haus auf keinen Fall. Also wurde das Gebäude für das mexikanische Außenministerium kurzerhand drum herumgebaut. Das kleine Haus steht immer noch mitten drin.

11. Auch Europa hat hartnäckige Bewohner zu bieten

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Wie man sieht gibt es weltweit in so gut wie jedem Land einen Hauseigentümer, der nicht mit sich reden lässt, wenn es um den Abriss seines Hauses geht. Auch so in der Schweiz. Zwar wurden diesem Eigentümer hohe Geldsummen geboten, damit er sein Haus räumt, dieser aber wollte davon nichts wissen.

Über seinem Haus sollte eine Brücke gebaut werden, die gleich auf mehrere Seiten zur Autobahn führen sollte. Das interessierte den Eigentümer dieses Hauses wenig. Er ließ sich also auf keine Einigung ein und blieb wie geplant in seinem Haus wohnen. Die Brücke wurde trotzdem gebaut. Unter ihr steht immer noch das Haus.