17 Orte, an denen die Natur stärker ist als der Mensch

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Kaum vorstellbar, dass die Erde, bevor die Menschen anfingen Zivilisationen aufzubauen, nur aus der Natur bestand. Wälder, Wiesen, Seen, Wüsten etc. Die Natur war der Gastgeber für Lebewesen.

Die Natur ändert sich auf natürliche weise und manchmal geschehen Naturkatastrophen, die nicht nur Lebewesen aber auch die Natur selber verändert. Der Mensch hat einen großen Platz auf der Erde eingenommen und verdrängt die Natur aus Großstädten.

Orte, die der Mensch nicht mehr nutzt, wird von der Natur wieder zurückgeholt. Langsam wächst Moos auf den Wänden und das Holz wird morsch. Welche Orte der Natur überlassen werden, sehen Sie jetzt.

1. Teufelsberg in Berlin, Deutschland

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Der Teufelsberg in Berlin war ursprünglich eine Anlage der Flugüberwachungs- und Abhörstation der US-amerikanischen Streitkräfte. Als das Militär angezogen wurde, hat man die Anlage zwischen 1991 und 1999 als Station für Flugsicherungsradar genutzt. Leider gab es danach keine Verwendung für die Gebäude mehr.

Das Gebiet umfasst einen künstlichen Hügel auf welchem die Türme und die großen kuppelförmigen Bauwerke stehen. Die Stadt Berlin nennt das Gebiet nun einen perfekten Ort, um die Natur mit einer schönen Aussicht zu genießen.

Es zieht viele Touristen und Menschen an, die sich für Lost Places interessieren. Heute ist es ein Denkmal und keiner weiß so richtig, was damit geschieht.

2. Craco in Italien

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Craco in Itaien gibt dem Begriff „Geisterstadt“ eine ganz neue Bedeutung. Die Geschichte der bröckelnden Bergstadt geht bis ins Mittelalter zurück. Während die Gebäude in Craco durch jahrhundertelange Erdbeben, Erdrutsche und andere Naturereignisse beschädigt wurden, klammern sich die Einheimischen immer noch an die Geschichte der erhaltenen Bauwerke, darunter eine unversehrte Statue der Jungfrau Maria.

Craco ist heute unbewohnt aber die Touristen besichtigen immer noch gerne, die antiken Ruinen und es kehren regelmäßig Einheimische zu religiösen Festen in die Stadt zurück. Da die Stadt immer noch wie aus einer anderen Epoche aussieht, wurde sie für mehrere Filme verwendet, darunter 2004 „Passion of the Christ“.

3. Letchworth Village in Rockland County, New York

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Das Letchworth Village liegt in Rockland County, New York, und ist eine weitläufige Ansammlung von teilweise abgerissenen Gebäuden. Früher war es eine psychiatrische Anstalt welche ca. 2.000 Hektar groß war und rund 130 Gebäude, von medizinischen Gebäuden über Schlafsäle bis hin zu einer Synagoge umfasste.

Während die meisten Gebäude in einen tiefen Verfall geraten sind, ist es immer noch möglich, die architektonische Inspiration aus Thomas Jeffersons Monticello zu sehen, dem sie nachempfunden wurde.

Es ist ein sehr beeindruckendes Szenario, auch wenn es ein bisschen gruselig sein kann. Das wäre damals undenkbar gewesen, dass so ein großer Komplex irgendwann der Natur überlassen wird.

4. Grossinger’s Catskill Resort in Liberty, New York

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Die Catskill Mountains in New York sind immer noch ein beliebtes Urlaubsziel, allerdings steht das Grossingers Catskill Resort in Liberty seit den 1980er Jahren leer.

Das Hotel wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eröffnet, aber erst in den 50er Jahren wurde das Hotel richtig beliebt. In seiner Blütezeit verfügte das Resort über einen Swimmingpool, einen Golfplatz, eine Skipiste und ein eigenes Theater.

Nachdem der Besitzer des Resorts 1972 verstarb und das Anwesen an einen Hotelentwickler verkauft wurde, fiel der Plan zur Renovierung von Grossingers Haus durch und das Resort verfiel. Heute ist das Grundstück eingezäunt – aber das hält Stadtforscher nicht davon ab, einen Blick auf die Überreste zu werfen.

5. Thurmond in West Virginia

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Thurmond in West Virginia war früher eine blühende Eisenbahnstadt, die inzwischen verlassen wurde. Tatsächlich leben noch ein paar wenige Menschen dort, allerdings sind die meisten weggezogen. Bei der letzten Bevölkerungszählung im Jahre 2010 gab es fünf Bewohner.

Einst war dies ein beliebter Halt auf der Chesapeake und dem Ohio Railway. Heutzutage ist das Depot ein Besucherzentrum für den New River Gorge National River und gibt Touristen einen Einblick in das Leben im frühen 20. Jahrhundert.

Es ist etwas heruntergekommen aber dafür auch authentisch. Man kann sehen, wie die Menschen früher gelebt und gewohnt habe. Unglaublich wie eine Stadt mit so wenigen Bewohnern existieren kann.

6. Houtouwan in Shengshan Island, China

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Die Aussicht ist malerisch. Die kleinen Häuser in dem chinesischen Dorf Houtouwan auf der Insel Shengshan sind teilweise vollständig mit Reben bedeckt. Besucher aus aller Welt werden durch diese grünen Häuser angezogen.

Die Lage des Dorfes ist ziemlich isoliert, daher sind viele Bewohner in den 1990er Jahren ausgezogen. Das moderne Leben wurde durch die abgeschottete Lage deutlich erschwert und daher ist das Dorf nun verlassen.

Wenn man durch die Fenster der, mit Weinreben und anderen Pflanzen überwucherten Häuser blickt, kann man Reste von Möbeln, Kleidung und anderen alltäglichen Dingen sehen, die die ehemaligen Besitzer zurückgelassen haben.

7. Ross Island, Andamanen- und Nikobaren-Inseln, Indien

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In ihrer Blütezeit war die Insel Ross Island die Heimat britischer Regierungsbeamter sowie einer Strafkolonie, die nach dem Aufstand der Indianer 1857 errichtet wurde.

Die Briten haben sich die Insel mit extravaganten Tanzlokalen, Bäckereien, Clubs, Pools und Gärten zur Heimat gemacht, bis 1941 ein Erdbeben und eine Invasion der Japaner eintraten. Ross Island wurde dann abwechselnd von den Japanern und Briten beansprucht, bis 1979, als die Insel der indischen Marine übergeben wurde.

Zusammengefallene Gebäude, die teilweise von der Natur zurückerobert und mit riesigen Baumwurzeln überwachsen sind, zeigen noch immer die volle Pracht der Eroberer. Die Insel ist inzwischen unbewohnt aber noch immer zieht es genug Urlauber und Interessenten an.

8. Pripjat, Ukraine

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Am 26. April 1986 ereignete sich im Kernkraftwerk Tschernobyl eine zehnmal größere radioaktive Freisetzung als die Atombombe auf Hiroshima. Rund 350.000 Menschen wurden gezwungen, ihre Häuser zu evakuieren, so schnell, dass die Stadt wie eingefroren aussieht.

Einige der eindringlichsten Bilder der verlassenen Stadt stammen aus einem Vergnügungspark, der unmittelbar nach der Atomkatastrophe eröffnet werden sollte. Autoscooter, Achterbahnen und Karussells sind verrostet und voll mit Graffiti und sie stehen immer noch an dem gleichen Platz wie vor 30 Jahren.

Da die Strahlenbelastung immer noch sehr hoch ist und schwere Folgen mit sich ziehen gibt es keine Menschen, die dort leben können. Daher ist diese Geisterstadt bis heute unberührt.

9. Haludovo Palace Hotel in Krk, Kroatien

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Das Haludovo Palace Hotel war einst ein luxuriöses Urlaubsziel auf der wunderschönen kroatischen Insel Krk. Das Hotel wurde noch pompöser, als der Gründer des Penthouse Magazine, Bob Guccione, 45 Millionen Dollar in die Immobilie investierte und sie in Penthouse Adriatic Club Casino umbenannte.

Nach Beginn der Jugoslawienkriege, Anfang der 1990er Jahre, kam der Tourismus in Krk jedoch drastisch zum Erliegen. Heute sind noch viele schöne Strandgrundstücke leer, darunter auch dieses ehemalige Resort.

Später hatte ein Investor das Interesse den Veranstaltungsort in ein geschlossenes Resort mit externen Investitionen umzuwandeln. Dies würde jedoch auch die Sperrung des Zugangs zum Strand für die Öffentlichkeit bedeuten. Daher wurde dieser Vorschlag abgelehnt.

10. Zugfriedhof in Uyuni, Bolivien

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Die Salzwüste in Bolivien, auch bekannt als Salar de Uyuni oder Uyuni Wüste, ist die größte zusammenhängende Salzfläche auf der Welt. Sie bedeckt eine Fläche von ca. 4.000 Quadratmeilen mit einer Salzschicht. Ein kleiner Teil der Salzwüste wurde inoffiziell als Zugfriedhof genutzt und beherbergt verrosteten Lokomotiven, Wagons und sogar ganze Züge.

Viele der Züge sind mittlerweile mit Graffiti bedeckt. Sie stammen zu einem großen Teil aus England und wurden im 20. Jahrhundert für den Fracht- oder Personenverkehr genutzt. Durch das Salz in der Luft zerfielen sie jedoch verhältnismäßig schnell. Dieser Ort ist für Interessierte frei zugänglich. Er ist zwar weit weg aber dafür nicht abgesperrt.

11. Olympisches Dorf in Athen, Griechenland

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Obwohl die Olympischen Sommerspiele vor weniger als 15 Jahren in Athen stattfanden, ist das Olympische Dorf in diesem kurzen Zeitraum schnell in Verfall geraten. Wo die Zuschauer vor wenigen Jahren Siege der Athletinnen und Athleten bejubelten, wuchert heute Unkraut.

Während der Spiele 2004 traten die besten Athleten aus der ganzen Welt in Athen an, heute sind viele der Stadien, Schwimmbäder und andere Austragungsorte zugewachsen und schmutzig. Die Bilder sind beeindruckend aber stimmen den Betrachter auch traurig.

Wahnsinn, wenn man bedenkt wie modern und neu alles gebaut wurde. Es hat unzählige Arbeitsstunden und Geld gekostet, um dieses einst prachtvolle Stadien zu erbauen.

12. Bodie in Kalifornien

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Dieser Ort sieht malerisch und idyllisch aus. Jedoch ist sie nun verlassen und Pflanzen wuchern über die Häuser und rostige Autos stehen herum. Dieser Ort hat eine Geschichte, die weit in das 19. Jahrhundert reicht.

Bodie in Kalifornien ist eine der gepflegten Geisterstädte, die man in den USA findet, weil sie heute ein State Park ist. Ein Ausflug in die ehemalige Goldgräberstadt gibt Ihnen jedoch immer noch einen authentischen Einblick in das Leben während des kalifornischen Goldrausches Ende des 19. Jahrhunderts.

Viele Menschen glauben, dass die Stadt von ehemaligen Bewohnern heimgesucht wird. Sie können sogar eine nächtliche Geistertour zu einigen der beliebtesten Gebäude in der Stadt unternehmen.

13. Prora in Rügen, Deutschland

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Prora ist eine riesige, drei Meilen lange Ferienanlage auf der deutschen Insel Rügen an der Ostsee. Der Bau dieses riesigen Strandgrundstücks, das sowohl für Gestapo-Mitglieder als auch für müde deutsche Arbeiter gedacht war, begann 1936, drei Jahre bevor Adolf Hitler in Polen einmarschierte.

Das Projekt kam zum Stillstand, als der Zweite Weltkrieg begann und das Gelände bis vor kurzem verlassen wurde. Dieser Ort hat eine lange Historie. Über vier Jahrzehnte hinweg wurde das Gelände militärisch genutzt und Prora wurde zum Sperrgebiet.

Nach 1990 wickelte die Bundeswehr den Militärstandort ab. Nach anfänglicher ziviler Zwischennutzung verfiel ein Großteil der ehemaligen Kasernen. Seit 2004 werden die Blöcke einzeln verkauft und zu Wohn- und Hotelanlagen umgestaltet

14. Insel Hashima in Japan

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Die Insel war früher die Heimat einer blühenden Bergbaugemeinde, welche aber in den 1970er Jahren verlassen wurde. Im Laufe der Energiereformen wurde die Stilllegung der Werke am 15. Januar 1974 beschlossen.

Bis auf ein Demontagekommando waren alle Bewohner auf der Stelle arbeitslos und hatten dementsprechend große Eile, die Insel zu verlassen. Das letzte Boot verließ die Insel bereits am 20. April 1974.

Nicht nur die Gebäude und Maschinen, sondern viele persönliche Gegenstände wie Möbel, Spielzeug oder Unterhaltungselektronik wurden zurückgelassen. Touristen lieben es jedoch immer noch, die Ruinen der Insel zu erkunden, diese im James-Bond-Film „Skyfall“ von 2012 zu sehen waren.

15. Maunsell Sea & Air Forts, Themse- und Mersey-Mündungen in Großbritannien

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Hütten, die auf Stelzen stehen und das mitten im Meer. Diese sind Festungen, welche während des Zweiten Weltkrieges gebaut wurden. Sie tragen den Namen Maunsell Army Sea & Air Forts und dienten dem britischen Militär als Abwehr gegen deutsche Minenleger. Der Bauingenieur dieser skurrilen Festungen war Guy Maunsell.

Die Festungen wurden in den 1950er Jahren offiziell geschlossen, aber die erhaltenen Strukturen sind gelegentlich vom Land aus im East Beach Park in Southend-on-Sea zu sehen. Es ist etwas unheimlich aber es erinnert die Menschen bis heute, welche Mittel im Zweiten Weltkrieg benötigt wurden. Es steht fest im Wasser wie ein Mahnmal.

16. Kennicott in Alaska

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Kennicott ist eine abgelegene Stadt in Alaska, die sich im Wrangell-St. Elias Nationalpark und Naturschutzgebiet befindet. In der Zeit zwischen 1911 und 1938 war diese Stadt der Mittelpunkt des Kupferabbaus. Allerdings verließen die Bewohner die Stadt, sobald die Kupfervorräte aufgebraucht waren.

Ab dem Jahre 1950 war die Stadt komplett verlassen. Versuche, den Erzabbau wieder aufzunehmen, scheiterten an den Kosten. Die Stadt wurde nur unvollständig abgerissen, sodass noch heute ein Großteil der Gebäude vorhanden ist.

Seit den 1980er Jahren entwickelte sich Kennicott zur touristischen Attraktion. Viele Besucher bereisen die einsame und verlassene Stadt, die eine lange Geschichte hat. Die Gebäude sind beeindruckend und man sollte es besuchen, solange es noch da steht.

17. Centralia in Pennsylvania

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Centralia ist eine ehemalige Bergbaustadt im Herzen des Kohlelandes von Pennsylvania. Als sich 1962 ein kleiner Brand auf einer Deponie auf die örtlichen Minen ausbreitete, geriet die Stadt in eine Gesundheits- und Sicherheitskrise.

Das Feuer breitete sich weiter unterirdisch aus, sodass Rauch aus dem Boden in ganz Centralia aufstieg und die Stadt schließlich unbewohnbar wurde.

Heute sind Straßen, Häuser und Geschäfte leer, was der Stadt ein unheimliches Gefühl gibt. Oftmals wagen sich die Besucher auf eine verlassene Strecke, die als „Graffiti Highway“ bezeichnet wird, um Dampf aus dem Boden aufsteigen zu sehen und ihre Spuren auf dem Gelände zu hinterlassen.