Dieser Hund besuchte eine Frau täglich, bis sie merkte warum

Jeden Tag sah Joie in ihrer Nachbarschaft dasselbe, zerzauste Wesen, dass durch die Straßen streifte. Zwei Jahre sollte es dauern, bis sie sich schließlich entschied, einzugreifen und dem seltsamen Getier zu helfen.

Aber sie wusste auch, dass sie diese Aktion nicht alleine bewältigen konnte. So wendete sie sich an eine Gruppe in Los Angeles und bat um Hilfe. Joie wusste, dass diese Kreatur irgendwo in der Nähe ihr zu Hause haben musste, aber niemand der Nachbarn schien sich darum zu kümmern.

Jetzt lag es an ihr herauszufinden was hinter dem Wesen steckt und wie man ihm helfen kann. So begann ein Abenteuer ins Ungewisse.

1. Niemand kümmert sich

Das unbekannte Tier wurde nicht nur von Joie öfters gesehen. Auch ihre Nachbarn berichten, dass sie das Wesen zu jeder Tageszeit und sogar bei Nacht gesehen haben. Doch niemand wusste, ob das Geschöpf einen Besitzer hatte.

Aber so wie es aussah, so zerzaust und verlassen, war es relativ unwahrscheinlich, dass sich jemand um das Tier kümmert. Joie wusste, dass sie etwas tun musste. Denn bisher hatte sich auch niemand die Mühe gemacht sich dem Tier anzunähern oder es in ein Tierheim zu bringen.

Stattdessen wurde es sich selbst überlassen. Was im ersten Moment traurig klingt, wird noch ein gutes Ende haben.

2. Ein Entschluss wird gefasst

Zum Glück bedeutete dies nicht das Ende des Wesens. Denn Joie war zur Stelle und hatte es sich zur Aufgabe gemacht dem Tier zu helfen.

Während die meisten Menschen an dem Tier ohne Beachtung vorbeigingen, entschloss sich eine gutmütige Frau dazu dem Wesen ein besseres Leben zu verschaffen. Schnell bemerkte sie, dass es sich bei dem Getier um ein wirklich sanftes Haustier handelte, das scheinbar ausgesetzt wurde. Vermutlich war es nicht auf der Straße geboren, sondern lieblos ausgesetzt wurden.

Da sich dieses Geschehen nahe der südkalifornischen Wüste abspielte, kann man sich denken, wie die Umwelt dort ist. Joie wollte das Tier nicht der heißen Sonne zu überlassen.

3. Etwas ist komisch

Das Tier mit dem Namen Abby verirrte sich schon bald in einen Wohnwagenpark. Hier traf es das erste Mal auf Joie. Diese hatte ein großes Herz und begann, Abby jeden Tag zu füttern.

Auch wenn Joie keine besondere Bindung zu Abby aufbaute, so war sie für das Tier doch für zwei Jahre das Einzige, was sie am Leben erhielt. Sie arbeiteten trotzdem Hand in Hand. Wann immer Joie nach Abby rief, kam diese angerannt und holte sich ihre Nahrung ab.

Nur angefasst werden wollte das Tier nie, es war sehr scheu. Doch dann war Joie beunruhigt, denn das Aussehen des Wesens veränderte sich und machte der Frau Sorgen.

4. Abbys Zustand verschlechtert sich

Es war schon eine Weile sichtbar, dass Abby nicht in der besten Verfassung war. Aber es würde ihr im Laufe der Zeit nur noch schlechter gehen.

Abby sah immer zerzauster aus, Fell wuchs über ihr Gesicht und war extrem verfilzt. Einige Bereiche an ihrem Körper hatten sich so sehr vermischt, dass ihr Fell wie Dreadlocks aussah. Abby sah bei weitem nicht mehr aus wie ein Hund, sondern eher wie ein schwarzer Wischmopp.

Joie wusste, dass sie etwas tun musste und versuchte Abby einzufangen. Aber nichts wollte funktionieren. Die gutmütige Frau konnte es nicht mehr ertragen Abby so zu sehen, aber zuerst musste sie Vertrauen zu dem Hund aufbauen.

5. Hilfe von außerhalb

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Nach zwei Jahren wurde Joie klar, dass sie andere Maßnahmen ergreifen musste, um dem Tier zu helfen. Zwar fütterte sie Abby täglich und sprach ihr gut zu, aber sie kam nicht an den Hund ran, um sie aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Joie musste professionelle Hilfe holen.

Das naheliegendste wäre, das lokale Tierheim anzurufen, aber Joie wollte dies auf gar keinen Fall tun. Denn sie wusste, dass Abby mit ihrer Art und ihrem Aussehen im Tierheim kaum eine Chance hatte und wahrscheinlich dort bleiben würde bis man sie einschläfert. Dies wollte Joie verhindert und setzte sich daher mit einer Hilfsorganisation für Hunde in Verbindung, Hope for Paws.

6. Hope for Paws eilt zur Hilfe

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Hope for Paws war eine Hilfsorganisation für Hunde, die in Los Angeles ansässig ist. Nachdem sich Joie bei ihnen gemeldet hatte stellte diese ein Team zusammen und schickte sie an den Ort, an den Joie und Abby aufzufinden waren.

Sie fuhren rund drei Stunden, um den Wohnwagenpark in dem Joie lebte zu erreichen. Sie waren voller Eifer, aber die Sache sollte sich schwieriger gestalten als gedacht. Denn obwohl sie wussten, wo sich Abby befand, war es schwer an sie heranzukommen.

Sie trafen sich mit Joie und diese rief nach dem Hund. Als Abby hervorkam, machte sich das Team direkt an die Arbeit, den Hund zu ihrem Fahrzeug zu locken.

7. Eine schwierige Mission

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Das Team war es gewohnt, mit schwierigen Fällen zu arbeiten. Aber Abby war noch einmal eine andere Stufe. So war schnell klar, dass ihre ersten Versuche scheitern würden. Denn nettes Zureden und Rufen würde Abby nicht dazu bringen, zu ihnen zu kommen.

Hope for Paws musste gemeinsam mit Joie herausfinden, wie sie Abby gewissermaßen um den Finger wickeln konnten. So bereiteten sie vor Ort, mit dem was sie hatten einen Gemüseburger zu und hofften, dass Abby einer der Hunde ist die auch dieses fressen. Sie hofften, dass der Hund zumindest durch den Geruch des Essens angelockt wird und sie ihn einfangen konnten. Aber Abby war nicht so leicht zu überzeugen.

8. Abby ist wählerisch

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Der schüchterne Hund lehnte den Gemüseburger entschieden ab, obwohl dieser sehr gut roch. Es war keine Überraschung, dass Abby nicht übermäßig begeistert von Gemüse ist, aber es war zu dem Zeitpunkt alles, was das Team vor Ort hatte und sie hatten gehofft ein wenig weiterzukommen.

Hope for Paws beschloss gemeinsam mit Joie einen Schritt weiterzugehen und richtiges Fleisch auf den Tisch zu bringen. Dies würde Abby hoffentlich überzeugen. So kauften sie ein Stück Rindfleisch und grillten dies. Dieses Stück Fleisch würde Abby sicherlich ansprechend finden, oder? Sie sollten Recht behalten. Durch den Geruch des Fleisches wurden Abbys Sinne sofort geweckt und sie kam langsam näher.

9. Eine neue Idee

Abby konnte sich selbst nicht länger beherrschen und sie stürzte sich auf das leckere Stück Rindfleisch. Gierig wurde das ganze Stück verzehrt.

Nun musste das Team sich überlegen, wie sie das Tier in ihren Wagen bekamen. Dafür mussten sie Abby zu fassen bekommen, aber dafür war der Hund noch zu weit weg. Zwar hatte sie das Stück Fleisch, was sie ihr zugeworfen hatten, schnell verspeist aber sie war noch nicht in greifbarer Nähe.

Gemeinsam mit Josie schmiedeten sie den Plan eine Spur aus Fleisch auszulegen. Dies und gutes Zureden ermutigte Abby dazu, immer weiter auf sie zuzugehen. Schließlich war das Tier so nah, dass das Team nach ihr greifen konnte.

10. Abby wehrt sich

Schnell warf das Team von Hope for Paws ein Netz über den Hund. Obwohl Abby zunächst durch das Fleisch am Boden abgelenkt war, wurde sie in der Sekunde, in der sie das Netz auf ihrem Fell spürte, nervös.

Der sichtbar geschwächte Hund hatte trotzdem noch genug Energie um heftig um sich zu schlagen. Sie kämpfte heftig gegen das Netz an und biss in die Seile. Zusammen mit herzzerreißenden Schreien hing Abby in dem Netz und versuchte sich aus dieser misslichen Lage zu befreien.

Das Team versuchte sie so gut wie möglich zu beruhigen. Sie packten sie in ihren Lastwagen, gaben ihr eine warme Decke und mehr Leckerlis.

11. Der Plan geht auf

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Ihre Taktik schien zu wirken. Kaum begann das Team den Hund zu streicheln, schien Abby sich zu beruhigen.

Vielleicht erinnerte sie sich an die Liebe die sie einmal in ihrem damaligen Zuhause erhalten hatte und so lange vermisst hatte. Von da an erlaubte Abby dem Team auch, sie jederzeit zu berühren und sie sogar in den Armen zu halten. Stück für Stück begann das Tier sich wohlzufühlen.

Alles schien perfekt. Hope for Paws vermutete, dass eine Tatsache besonders zu ihrer ängstlichen Art beiträgt. Noch bevor sie den Ort verließen, griff das Team zu einer Schere und tat etwas, das Abby zumindest vorübergehend helfen würde.

12. Neue Sicht für Abby

Als aller erstes schnitt das Team mit der Hilfe von Joie die Haare im Gesicht des Hundes weg. Zum ersten Mal seit mehreren Jahren war der Hund nun in der Lage, die Welt um sie herum klar und deutlich wahrzunehmen.

Das Team konnte spüren, dass dies Abby einiges an Erleichterung brachte. Sie sah neugierig umher und begann die Menschen um sie herum zu beschnuppern. Dann wurde es Zeit, Abby komplett zu helfen.

Dafür musste das Team von Hope for Paws sie in ihr Rettungszentrum nach Los Angeles bringen. Gesagt, getan. Kurz darauf ging die Reise für den lang verwahrlosten Hund los.

13. Neue Lebensqualität

Es ist kaum nötig zu sagen, dass die vor Ort gebliebene Mitarbeiten von Hope for Paws erschrocken waren, als das Team mit Abby durch die Tür kam. Sie legten den verwahrlosten Hund auf einen vorbereiteten Tisch und begannen damit, den Hund von seinem dicken Pelzmantel und verfilzten Haaren zu befreien.

Eine Haarsträhne nach der anderen begann auf den Boden zu fallen. Fast ein halbes Kilogramm Fell hatte die Hündin an ihrem Körper, das extrem verfilzt war und mit Schmutz, Abfall und vor allem Kot verklebt war. Dies machte es nicht einfacher das Fell zu schneiden, aber das Team gab nicht auf bis sie den Hund unter dem Filz freilegen konnten.

14. Das ganze Ausmaß kommt zum Vorschein

Schließlich waren alle Haare weg und das Team konnte zum ersten Mal sehen, wie Abby ohne ihr ganzes dreckiges Fell aussah. Dann gaben sie ihr das erste Bad, dass sie seit zwei Jahren hatte.

Abby genoss dies sichtlich. Im Anschluss brachten sie den Hund zu einem Tierarzt, der Abby gründlich untersuchen sollte. Dieser entdeckte etwas Beunruhigendes. Schnell wurde klar, dass Abbys Probleme nicht nur das überschüssige Haar war, sondern dass Abby auch ein medizinisches Problem hatte.

Der Tierarzt stellte einen Leistenbruch bei der kleinen Hündin fest. Zum Glück wurde der Bruch erkannt, aber leider war dies nichts das mit Medikamenten und Schonzeiten geheilt werden konnte.

15. Ein weiterer Schritt

Abby musste umgehend operiert werden. Ein unbehandelter Leistenbruch kann schlimme Folgen für den Hund haben und das Team von Hope for Paws wusste nicht, wie lange dieser schon bestand.

Natürlich birgt jede Operation sein eigenes Risiko, aber es gab in diesem Fall keine andere Lösung. Niemand wusste, wie gut die geschwächte Hündin die Operation überstehen würde und wie gut sie sich erholen würde.

Doch Abby erwies sich als wahre Kämpferin. Sie erholte sich rasend schnell von dem Eingriff. Im Nachhinein sollte dies das Team nicht überraschen, denn schließlich hatte Abby ganz alleine in der heißen Wüste überlebt! Dies ist für einen Hund eine große Leistung.

16. Ein weiter Weg

Obwohl Abby den Tierärzten zu diesem Zeitpunkt schon vertraute, brauchte die Hündin immer noch sehr lange bis sie sich an Fremde und auch andere Tiere gewöhnte.

Sie versuchten die schüchterne Hündin immer mehr an verschiedene Eindrücke zu gewöhnen und es schien, als habe Abby in ihrem bisherigen Leben noch nicht viele Dinge kennengelernt.

Doch nach und nach würde das Team von Hope for Paws sicherlich eine Veränderung in Abby sehen. Nachdem sich Abby erholt hatte, wurde sie noch kastriert, geimpft und mit einem Mikrochip versehen. Nun war es an der Zeit, die Hündin auf eine Vermittlung in ein neues Zuhause vorzubereiten.

17. Das lange Warten

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Das unsaubere Fellknäuel aus der Wüste hatte noch einen langen Weg vor sich, aber genauso lang war der Weg, den sie schon hinter sich hatte.

Nach einigen Wochen der Genesung begann die Hündin nach und nach immer besser mit den Menschen um sie herum und auch den anderen Tieren auszukommen. Das Team von Hope for Paws war sich nun sicher, dass Abby nun für ein neues Zuhause bereit war.

In der Zwischenzeit würden sie eine Pflegestelle für den Hund benötigen. Aber diese Stelle zu finden konnte oft Wochen bis sogar Monate dauern. So würde auch ihre Vermittlung in weite Ferne rücken.

18. Endlich ein Funken Hoffnung

Abby wartete also hoffnungslos auf eine Pflegefamilie. Doch zum Glück traten nach kurzer Zeit zwei Freiwillige aus dem Team von Hope for Paws vor und schlugen vor, Abby aufzunehmen und als Pflegefamilie zu dienen.

Obwohl die beiden schon einen Hund besaßen, hatten Eldad und Loreta sich in das kleine Fellknäuel verguckt und wollten der Hündin eine schöne Pflegestelle geben bis sie jemand adoptieren würde. Aufgrund der großartigen Arbeit des Teams und des schnellen Eingreifens der beiden Teammitglieder dauerte es nicht lange, bis Abby ein neues Zuhause für immer fand.

Dies war wirklich ein Happy End für alle an diesem Fall beteiligte Menschen und Tiere!

19. Was für ein Unterschied

Wer Abby heute sehen würde, der würde niemals auf die Idee kommen durch welchen Horror die Hündin gehen musste, um hierherzukommen. Von einem Leben am Rande der Wüste bei grausamen Bedingungen zum Leben ernährte sie sich überwiegend von Abfall und der Nahrung die Joie ihr gab.

Ihr Fell war dreckig und verfilzt, sodass man den wunderbaren Hund darunter gar nicht mehr erkennen konnte. Und bis heute weiß niemand, wieso Abby sich selbst überlassen wurde und welche Traumata sie möglicherweise durchlebt hatte. Doch heute sorgt ihre Geschichte für viele glückliche Reaktionen bei den Lesern dieser. Alles scheint wirklich perfekt, aber es gab auch einige negative Stimmen.

20. Danksagungen für das Team

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Menschen auf der ganzen Welt waren von Abbys erstaunlichen Rettung gerührt. Viele Hundeliebhaber wandten sich sogar persönlich an das Team von Hope for Paws. Sie hinterließen Nachrichten und schrieben sogar Briefe, um ihre Dankbarkeit für ihre Arbeit auszudrücken.

Sie dankten dem Team vor allem dafür, dass sie sich so liebevoll um Abby gekümmert hatten und sie im wahrsten Sinne des Wortes gerettet haben. Eine Frau schrieb sogar, dass Hope for Paws ein wahrer Segen für Abby war und sie nun eine zweite Chance auf ein tolles Leben erhalten hatte.

Was für wunderbare Reaktionen, die das Team bestimmt noch mehr darin bestärkten ihre Arbeit weiterzuführen.

21. Der Fall löst Traurigkeit aus

Bild: pryzmat / Shutterstock.com

Während die erste Reaktion der Menschen positiv ist und voller Freude für die Hündin, so meldeten sich auch schnell diejenigen, die voller Unverständnis darüber klagten, wie ein so toller Hund für zwei Jahre lang auf der Straße zurück gelassen werden konnte.

Sie konnten kaum mit ansehen, wie Abby dem Verfall überlassen wurde bis endlich jemand um Hilfe rief. Für Abby hatte der Fall ein positives Ende, doch leider ist dieser verwahrloster Zustand unter streuenden Hunden keine Seltenheit.

Daher wird Hope for Paws nicht ruhen und sich weiterhin auf die Suche nach Hunden machen, die ihre Hilfe benötigen und ihnen genauso wie Abby ein neues Leben verschaffen.